Im April kommen die ersten Uferschwalben aus ihren Überwinterungsgebieten zurück. Diese kleine Schwalbenart braucht lehmige oder festsandige Steilufer zum Bau ihrer Brutröhren. Solche Bedingungen sind für diese Vögel kaum zu finden, daher hat der NABU schon vor Jahrzehnten am Bocholter Aa-See zwei künstliche Uferschwalbenwände gebaut.

Uferschwalbenwand (Bocholter Aasee) vor der Säuberung und Befüllung

Im März wurden die eingebauten Brutröhren von NABU-Aktiven gesäubert und mit neuem Sand verfüllt – so finden die Koloniebrüter optimale Bedingungen vor, um mit Schnäbel und Krallen armtiefe Löcher für ihre Nester zu graben. Ob und wie viele Brutpaare sich am Aa-See einfinden werden, bleibt abzuwarten. Denn auch das Nahrungsangebot muss stimmen: Da es immer weniger Insekten gibt, wird es für Uferschwalben zunehmend schwieriger, genug Nahrung zu finden.

Im Herbst, also nach der Brutsaison, wird in Zusammenarbeit mit der Stadt der Bocholt auch das Umfeld der Schwalbenwände durch Sand- und Kiesflächen noch weiter optimiert.

Bereits in vorherigen Einsätzen wurde die Wand und das Gebiet rund um die Wand aufwendig durch viele Helfer*innen vorbereitet. Einen ausführlichen Artikel gibt es hier: Uferschwalbenwand in Bocholt mit tatkräftiger Unterstützung wieder aktiviert

 

 

Text : Christoph Paffrath
Fotos: Christoph Paffrath, Bernhard Daniels