Berge von Kiefern – Fortsetzung

Zum dritten Mal in Folge ging es auch an diesem Samstag in das Naturschutzgebiet Eper-Graeser Venn zwischen Ahaus und Gronau. Die Vorfreude seitens der ehrenamtlichen Helfer auf die Arbeiten an frischer Luft war groß, hatte doch der vorweihnachtliche Trubel bei den meisten das Verlangen nach ein paar Stunden Erholung in der Natur noch mehr verstärkt. Das sonnige Wetter trug ebenfalls zur allseits heiteren Stimmung im Team bei.

Auch heute galt es wieder, das Moor von den bereits gefällten Kiefern zu befreien, doch auch die eine oder andere Birke wurde aus dem Gebiet geholt. Routiniert machte sich die Truppe ans Werk und so wurden die Kiefernhaufen zusehends kleiner. Es mag zunächst widersprüchlich erscheinen, wenn Naturschützer Bäume beseitigen, statt neue Bäume zu pflanzen. In Moor- und Heidegebieten kann es jedoch u. a. durch Wassermangel zur vermehrten Ansiedlung von Kiefern, Birken und anderen Bäumen kommen. Zu viele Bäume in diesen Gebieten verhindern, dass schützenswerte Pflanzen am
Boden ausreichend Sonne zum Wachsen erhalten. Zudem trocknen Bäume die normalerweise sumpfigen Gegenden weiter aus. Hierdurch gehen wichtige Lebensräume für unzählige Pflanzen und Tiere verloren und im Boden normalerweise unter Wasser luftdicht verschlossene organische Reste können dann verrotten, wodurch Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird. Bei den regelmäßigen Renaturierungsarbeiten des NABU wird der Natur gezielt unter die Arme gegriffen, um sie anschließend wieder sich selbst zu überlassen.

Außerhalb des Moores auf einer angrenzenden Wiese machte sich ein kleiner Teil der Gruppe daran, überhängende Sträucher zu stutzen, um die Bewirtschaftung der Fläche zu erleichtern. Sie kamen so der Bitte eines benachbarten Bauern nach. Da die Mitglieder des NABU an diesem Samstag wiederholt so zahlreich erschienen waren, wurde diese zusätzliche Aufgabe gerne erledigt. Angenehm erschöpft machten sich die Freiwilligen nach einigen Stunden produktiven Schaffens wieder auf den Heimweg nach Burlo, Rhede, Bocholt und Anholt. Gerade losgefahren, kam bereits bei den Ersten die Frage auf: „Wo geht es eigentlich nächste Woche hin?“ Wir werden berichten!

Text und Fotos: Vera Hesselmann

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