Der NABU-Kreisverband Borken e.V. kritisiert Baumfällungen in Stadtlohn

Symbolbild. Foto NABU-Kreisverband Borken e.V.

Am Samstag, den 11.12.21 wurden 25 Eichen – z.T. 80 – 100 Jahre alt – im Morgengrauen am Schützenweg gefällt.
Diese Eichen standen in einer Reihe am Bürgersteig und bildeten eine wunderschöne Allee.
Am Sonntag, den 12.12.21 wurden 30 Bäume an einer Landstraße zwischen Stadtlohn und Gescher gefällt.
Zudem wurden für Kanalarbeiten einige Bäume entlang der Landstraße von Stadtlohn nach Südlohn gefällt.

Der NABU-Kreisverband Borken e.V. kritisiert das Fällen der vielen alten Bäume aufs Schärfste. In einer Zeit, in der führende Wissenschaftler die Erderwärmung und die Abnahme der Biodiversität als die beiden existentiellen Herausforderung der gesamten Menschheit bezeichnen, werden in Stadtlohn mit der Kettensäge Fakten geschaffen. Jeder alte Baum ist mittlerweile unverzichtbar für ein stabiles lokales Klima! Alte Eichen können bis zu 4.000 anderen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum, Versteck und Nahrung bieten. Ohne Bäume werden wir nicht überleben können. Doch die zum Kompensieren der Fällungen anzupflanzenden Bäume können die Ökosystemleistungen der alten Bäume nicht annähernd ersetzen. Das Fällen alter Bäume muss in Stadtlohn und im gesamten Kreis Borken aufhören. Wir können uns diesen Umgang mit der Natur auch im Hinblick auf den Erhalt der Lebensgrundlagen kommender Menschen nicht mehr erlauben!
Dies zumal, da auch  bereits im vergangenen Jahr am Schützenweg noch viel mehr Bäume gefällt wurden, darunter ein kleines Wäldchen, das in älteren Bebauungsplänen als schützenswert ausgewiesen wurde.

Das Vorgehen verdeutlicht einmal mehr das Fehlen der gerade in heutigen Zeiten so dringend notwendigen ökologischen Sensibilität.

Für den NABU-Kreisverband Borken e.V.
Michael Kempkes
Vorsitzender