Der Natur etwas „zurücknehmen“ – der 2. Bocholter AaCleanUp

Am gestrigen Samstag, den 03.09.22, fand nun bereits zum 2. Mal das Bocholter AaCleanUp statt. Ungefähr 60 Personen aller Altersklassen fanden sich morgens um 10.00 zur Saubermachaktion ein, um die Bereiche rund um den Bocholter Aasee von Müll zu befreien. Was dabei zusammen kam, erzeugte bei den Teilnehmenden ungläubige Blicke: Mülleimer, Autoreifen, ein Kinderwagen und vieles, vieles mehr. Den zahlenmäßig größten Anteil des Müllberges bildeten wieder einmal achtlos weggeschmissene Zigarettenkippen. Dies ist besonders ärgerlich, verseucht eine einzelne Zigarettenkippe doch eine Menge von bis zu 1000 Litern Wasser mit Nikotin. Dies  vergiftet den Lebensraum für kleine Wassertiere, wie z.B. Wasserflöhe.

https://www.bund-bremen.net/meer/stoppt-kippen-in-der-umwelt/#:~:text=So%20kann%20eine%20einzelne%20Zigarettenkippe,kleine%20Wassertiere%2C%20wie%20z.B.%20Wasserfl%C3%B6he.)

Eine zerrissene Jeans, eine abgelöste Schuhsohle waren ein deutlicher Beleg für einen engagierten und  vollen Körpereinsatz, mit dem die Teilnehmenden zur Sache gingen. In mehr als drei Stunden säuberten sie Meter für Meter die Ufer der Aa und des Aasees. Ausgestattet mit Wathosen und Gummistiefeln begaben sich einige Helfer*innen sogar direkt in die Aa, um auch dort unsachgemäß entsorgten Müll zu bergen. Als nun vorteilhaft und äußerst erschreckend zugleich bot sich für die Helfenden der viel zu niedrige Wasserstand der Aa.

Besonders erfreulich war es auch in diesem Jahr, dass sich naturorientierte Helfer*innen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen angesprochen fühlten, um sich zum CleanUp zu melden und mitzumachen.

Es kamen einerseits privat verbundene Freunde und Familien sowie MdL Nina Andrieshen (SPD) samt Familie. Aber auch vereinsgebundene Gruppen, wie die GreenKids-AG der JusA, Mitarbeiter*innen der Freiwilligen Agentur Bocholt und der Bocholter Firma Spaleck, die Jugendgruppe und Mitglieder des Bocholter Angelsportvereins und Mitarbeitende des nahegelegenen Schnellrestaurants McDonald’s.

Bei einem gemeinsamen Imbiss am Ende der Aktion fasste ein Teilnehmer den Tag treffend zusammen: „Auch wenn es immer wieder erschreckend ist, was wir hier an Müll finden, es hat trotzdem Spaß gemacht. Es ist eine tolle Truppe!“

Fotos: Vera Hesselmann / Norbert Osterholt

Text: Vera Hesselmann