Im Naturschutzgebiet „Versunken Bokelt“ ist der Frühling endgültig angekommen: Die Flussseeschwalben sind aus ihrem Winterquartier im südlichen Afrika zurückgekehrt und erkunden bereits ihr Brutgebiet.

Im Jahr 2000 hat die NABU-Gruppe Rhede hier spezielle Nistflöße angelegt, um den stark gefährdeten Vögeln geeignete Brutplätze zu bieten. Damit sich keine konkurrierenden Arten wie Sturmmöwen ansiedeln, werden die Flöße in den Wintermonaten mit Schutznetzen versehen. Erst kurz vor der Rückkehr der Flussseeschwalben werden diese entfernt.

In den vergangenen Tagen haben Dieter Wanning und Martin Frenk genau diese Aufgabe übernommen – mit Erfolg: Bereits 45 Minuten nach dem Entfernen der Netze zeigten sich die ersten Flussseeschwalben und begannen mit der Erkundung der Nistplätze.

Für die NABU-Gruppe Rhede ist dieses Vorgehen längst ein bewährtes Ritual. Es schafft ideale Bedingungen für die Brut und die Futtersuche der eleganten Vögel und trägt aktiv zu ihrem Schutz bei.

Die Flussseeschwalbe ist leicht zu erkennen: Ihr hellgrauer Rücken, die markante schwarze Kopfkappe und der tief gegabelte Schwanz sind charakteristisch. Besonders beeindruckend ist ihr Jagdverhalten: Aus einem Rüttelflug heraus stürzen sich die Tiere mit hoher Präzision ins Wasser, um kleine Fische, Krebstiere oder Wasserinsekten zu fangen.

Für Besucherinnen und Besucher an der Beobachtungskanzel bietet sich derzeit ein faszinierendes Naturschauspiel – ein Besuch lohnt sich jetzt ganz besonders.