In den letzten Wochen erreichen uns beim NABU Kreisverband Borken vermehrt Anfragen rund um Hornissen. Viele Menschen sind verunsichert, wenn sie ein Hornissennest in der Nähe entdecken. Dabei sind Hornissen – die größten heimischen Faltenwespen – friedliche und äußerst nützliche Tiere, die unter strengem Artenschutz stehen.

Hornissen sind keine „Killerwespen“

Trotz ihrer imposanten Erscheinung sind Hornissen deutlich weniger aggressiv als oft angenommen. Sie greifen Menschen in der Regel nur an, wenn ihr Nest direkt bedroht wird. Ein Mindestabstand von 2–4 Metern sollte eingehalten werden, um die Tiere nicht zu provozieren. Ein „normales“ Vorbeigehen stellt keine Gefahr dar.

Unersetzliche Schädlingsvertilger

Hornissen spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie erbeuten täglich große Mengen an Fliegen, Mücken und anderen Insekten – bis zu 500 Gramm pro Tag in einem mittelgroßen Nest! Damit tragen sie zur natürlichen Regulierung von sogenannten Schadinsekten bei. Sie sind wahre Schädlingsbekämpfer mit Flügeln.

Geschützt und wertvoll

Hornissen stehen laut Bundesnaturschutzgesetz unter besonderem Schutz. Das bedeutet: Weder Nester noch Tiere dürfen ohne Genehmigung entfernt oder beschädigt werden. Wer ein Hornissennest entdeckt, sollte zunächst Ruhe bewahren und sich beraten lassen.

Beratung statt Beseitigung

Der NABU Borken bietet kostenlose Beratung im Umgang mit Hornissen an. In vielen Fällen ist eine Umsiedlung gar nicht notwendig. Oft kann mit kleinen Maßnahmen – wie dem Anbringen von Absperrbändern oder dem Schließen von Fenstern – ein konfliktfreies Miteinander erreicht werden.

Kontaktieren Sie uns!

Wenn Sie Fragen zu Hornissen haben oder ein Nest in Ihrem Umfeld entdecken, melden Sie sich gern bei uns. Über ein Online Formular unter nabu.de können Sie außerdem Hornissen in Ihrer Umgebung melden, damit ein besserer Überblick über deren Vorkommen bundesweit ausgewertet werden kann.

Kontakt: info@nabu-borken.de
Telefon: 01638043331