NABU NRW begrüßt Austausch mit Zentralstelle für die Verfolgung der Umweltkriminalität
Düsseldorf – Der NABU NRW hat sich mit Oberstaatsanwältin Britta Affeldt, Leiterin der Zentralstelle für die Verfolgung der Umweltkriminalität (ZeUK NRW) bei der Staatsanwaltschaft Dortmund, über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der Umweltkriminalität ausgetauscht. Die Einrichtung der ZeUK ist ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag von CDU und Grünen und aus Sicht des NABU NRW ein wichtiger Schritt, um Umweltstraftaten konsequenter entgegenzutreten.
Die ZeUK NRW befasst sich sowohl mit Abfallkriminalität als auch mit herausgehobenen Fällen sonstiger Umweltstraftaten. Besonders relevant für den Naturschutz sind derzeit Ermittlungen zu gravierenden Tierschutzverstößen, größere Gewässerverunreinigungen, der Ermittlungskomplex „Boden NRW“ sowie Hinweise auf illegale Aktivitäten im Zusammenhang mit geschützten Arten.
Neben der Bearbeitung einzelner Verfahren beobachtet die Zentralstelle strategisch neue Kriminalitätsphänomene, tauscht sich mit Fachbehörden aus und wertet eingehende Hinweise aus der Zivilgesellschaft und der Bevölkerung aus. Eine enge Abstimmung mit Polizei, Landesbehörden und der Vernetzungsstelle Umweltkriminalität beim Landeskriminalamt ist dabei zentral.
Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW, betont: „Die Folgen von Umweltkriminalität reichen weit über einzelne Schadensereignisse hinaus. Sie verursachen enorme ökologische und wirtschaftliche Folgekosten. Die Einrichtung einer spezialisierten Zentralstelle ist deshalb ein starkes und längst überfälliges Signal für eine wirksamere Rechtsdurchsetzung im Umwelt- und Naturschutz. Besonders wichtig ist, dass Umweltstraftaten ernst genommen und komplexe Fälle mit dem nötigen Fachwissen verfolgt werden.“
Bildunterschrift: Auch mit größeren Gewässerverunreinigungen – besonders in Wasserschutzgebieten – befasst sich die neue Zentralstelle für die Verfolgung der Umweltkriminalität (ZeUK NRW) – Foto: Helge May





