Neue Nistkästen wachsen mit den Bäumen mit

Die Ortsgruppe Vreden des Naturschutzbundes und der Vredener Verein „Mit Hand und Herz“ haben diese „mitwachsenden“ Nistkästen entwickelt. Bis zu einem Dickenwachstum von 10 cm kann der Nistkasten am Baum verbleiben. In der Führungsschiene sind zusätzlich vier Brutröhren für Wildbienen eingearbeitet.

Es ist erfreulich, dass zurzeit viele Nistkästen für Vögel, die die Eichenprozessionspinnerraupen fressen, aufgehängt werden. Durch diese Nisthilfen werden sie angelockt zum Nisten, und dann versorgen sie die Brut u.a. mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners. Viele Kästen werden und müssen an Bäumen befestigt werden. Ein Problem dabei ist, dass die Bäume wachsen, und durch dieses Dicken­wachstum wird der Kasten auf die Dauer der Jahre vom Baum regelrecht abgesprengt, oder er verwächst mitsamt Befestigungsmaterial im Stamm. Das eingewachsene Metall lässt sich ohne größere Beschädigung des Baumes nicht wieder entfernen.

Wir von der NABU-Gruppe Vreden haben uns in Zusammenarbeit mit Hand und Herz e.V., dieses Problems angenommen und eine Lösung gefunden, wie Nistkästen dauerhaft an Bäume befestigt werden können, mit einem minimalen Eingriff am Baum.

Der Nistkasten wächst mit

Der Kasten wächst regelrecht mit, soviel wie der Stamm an Zuwachs hat. Dazu braucht es lediglich 2 Gewindestangen von 8 mm Dicke und eine Führungsschiene. Die Montage ist leicht zu bewerkstelligen. Die Stangen werden im Stamm, und die Führungsschiene unten am Kasten befestigt. Über diese Führungsschiene, schiebt sich der Kasten durch den Druck des Baumes nach vorne, und kann dann ein Dickenwachstum von bis zu 10 cm überbrücken. Sollte nach Jahren der Kasten nicht mehr voll aufliegen, ist es möglich die Stangen wieder so weit herauszudrehen, wie zu Anfang der Montage.

Löcher mit Baumwundschutzmittel behandeln

Jederzeit ist es auch möglich die Stangen wieder herauszudrehen, lediglich die Löcher sollte man dann mit Baumwundschutzmittel versorgen.

Nachrüstsatz erhältlich

Vorhandene Nistkästen am Baum kann man mit einem entsprechenden Nachrüstsatz nachrüsten. In der Führungschiene sind sogar noch 4 Brutröhren für Wildbienen eingearbeitet.

Mit der Vredener Hand-und-Herz-Gruppe haben wir einen Partner an der Hand, der Nistkästen auf diese Art herstellt. Entsprechende Nachrüstsätze werden dort auch herstellt, jeweils mit einer ausführlichen Montageanleitung. Diese Nistkästen können auch wie gewohnt mit Schrauben für die Wandmontage genutzt werden.

Die Montage der Nistkästen ist am besten im Herbst oder im zeitigen Frühjahr sinnvoll, ansonsten ist es auch egal. Wichtig ist, dass Nistkästen aufgehängt werden. Diese sollten dann auch gepflegt – sprich gereinigt werden, damit auch im folgenden Jahr eine gesunde und parasitenfreie Brut heranwachsen kann.

NABU-Gruppe Vreden, Georg Hilbolt

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