Sägen statt erhalten

Baumfällung Uhlenbrokweg

Baumfällungen am Uhlenbrokweg

Trotz der bekannten positiven Wirkung von Bäumen im Rahmen des Klimawandels fallen im Kreis Borken weiterhin Alleen, innerstädtische Bäume und im Außenbereich große ertragreiche Bäume wie die Eiche. Wälder und Waldteile werden teilweise sogar kahl geschlagen.

Durch die Abholzung entfallen der Kühlungseffekt durch Verdunstungskälte, die Kohlendioxidaufnahme sowie Biotope für viele Tierarten. Auch können Bäume starken Regen abpuffern, da in der Baumkrone ein größerer Teil des Regens zurückgehalten wird und dort entweder verdunstet oder nach und nach auf den Boden heruntertropft. Eine Kahlschlagfläche heizt sich, durch die starke Sonneneinstrahlung, wesentlich mehr auf, als ein Waldboden und bringt neben den bekannten negativen Klimaeffekten auch die eventuell nachgepflanzten kleinen Baumsetzlinge zum Vertrocknen. Noch überlebende Jungbäume werden vom Rehwild geschält oder sorgen durch den Plastikschutz für weiteres Mikroplastik im Boden und Grund-wasser. Sinnvoll wäre es, die alten Bäume stehen zu lassen, was zusammen mit im Gebiet belassenem Totholz eine natürliche Waldentwicklung fördern würde.

Schauen wir in unsere Siedlungen, dann ist das Interesse an Bäumen im eigenen Garten oder an der Straße häufig gering. Das Laub macht Arbeit und deshalb gibt es, wenn überhaupt, nur noch kleinkronige Säulen anstatt breitkronige Bäume, obwohl gerade diese für eine deutliche Kühlung, durch Verdunstung und Schatten, in den Siedlungen sorgen würde. Auch an den Straßen werden immer mehr Alleen abgeholzt und wenn überhaupt, durch kleinkronige Säulenbäume ersetzt.

Aktuelle Beispiele gefällig:

Am Uhlenbrokweg in Borken wurde an einer Seite eine Eichenallee abgeholzt (siehe oben).

In Rhede fielen in diesem Frühjahr kurz vor der Brutzeit Eichen und Kiefern am Woorter Bach.

Woorter Bach

Baumfällungen Woorter Bach (Foto: Martin Frenk)

Baumfällung Woorter Bach (Foto: Martin Frenk)