Zupackender Naturschutz im Burlo-Vardingholter Venn

Zum nun dritten Mal in dieser Einsatzsaison waren Aktive des NABU Kreisverbandes und weitere Helfer im Burlo-Vardingholter Venn tätig. Nach zwei Einsätzen im Herbst war es an diesem Samstag im Neuen Jahr  doch ein deutlich winterlicher Arbeitstag mit zunächst auch frostnahen Temperaturen. Gerade das frühe Morgenlicht bot hierdurch eine zauberhafte Raureif-Stimmung.

Schön zu sehen war, dass doch die Regentage der letzten Wochen, den Wasserspiegel haben heben können. Im Herbst waren die Heideweiher und Moortümpel noch stark vertrocknet. In der Literatur, im Film und normalerweise auch in der Realität kann das Moor gar nicht trockenen Fußes begangen werden, erst recht nicht in der nasseren Jahreshälfte. Es ist ein Ort der Wasseruntiefe, nun reichen einfache Stiefel um trockene Socken und Füße zu behalten. Doch ist die besonders schützenswerte Kernzone des Moores noch mit einem schwappendnassenTorfteppich bedeckt.

Die mehrfachen Arbeitseinsätze sind dringend, weil im Burlo-Vardingholter Venn (wie in allen Naturschutzgebieten unseres Kreises) sonst eine Verbuschung z.B. mit Birken und Kiefern gar nicht mehr zu stoppen wäre. Die Bilder zeigen einerseits „gesunde“ Venn-Flächen,  die großräumig und baum- und sträucherleer sind. So sollen sie sein, damit die seltene und schützenswerte Moorvegetation Raum und Licht hat. Doch existieren viel zu viele Flächen mit einem ausgeprägtem Baumbestand, der z. T. erst vor wenigen Jahren geschnitten, wieder üppig nachgewachsen ist.

NABU Helfer rücken wiederkehrend mit Sense, Säge und Schere an und entkusseln die Moorregion. Die Dimensionen der Ast- und Grünstapel verraten das Maß an Einsatz und Anstrengung der Beteiligten. Um so erfreulicher, dass am letzten Oktobersamstag 2020 starke und zahlreiche Unterstützung durch die Auszubildenden der Firma Trox Anholt erfolgte. Naturschutz gelingt, wenn viele Hände zupacken. Herzlichen Dank nochmals

Seltenste Amphibien, Insekten, Vögel  und Pflanzen, die hier ihren Lebensraum haben, wären längst ausgestorben, wenn es nicht diesen Naturschutz gäbe.

Naturschutz macht immer, nicht nur in Corona-Zeiten Sinn. Abstandssicherung und gesunde Raumdurchlüftung sind gewährleistet. Bewegung, gute Laune und nette Menschen sind garantiert. Dazu gibt es einmalige Naturimpressionen. Das Wissen etwas Sinnhaftes zu tun, das stärkt!

Unsere Heimat ist es wert, dass wir uns für diese einsetzen und dass wir unser uraltes Naturerbe schützen. Machen Sie doch auch mit!!

Fotos und Text: Norbert Osterholt

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