Feuer und Rauch im Venn

Zum mittlerweile fünften Mal fuhren die NABU Helfer des Kreises auch an diesem Samstag in das Naturschutzgebiet Eper-Graeser Venn zwischen Ahaus und Gronau. Dort existiert eine regelrechte Mammut-Aufgabe, die verbliebenen Berge aus Kiefern sind sehr zahlreich und gewaltig. Die örtlichen Feuerwehren hatten im Herbst eine gigantische Fällaktion geleistet, doch die gefällten Kiefern blieben in großen Haufen liegen: letztlich viel zu viele Kiefernstapel für die geschützte Moorfläche.

Das Herausziehen und Transportieren von Menschenhand ist sehr mühselig und kaum leistbar, auch wenn der NABU regelmäßig in beachtlich großer Zahl anrückt. Die langen Transportstrecken und großen Baummengen sind einfach nicht zu bewältigen, dazu ist das Terrain äußerst holprig und unwegsam. Eine Herkulesaufgabe also. Zudem drängt die Zeit, nur noch bis Ende Februar ist das Betreten der Moorflächen für Schutzmaßnahmen erlaubt. Dann beginnt die Brutzeit und ein strenges Eintrittverbot. Erst im Herbst wieder wird der NABU seine Aktionen im Naturschutzgebiet Eper-Graeser Venn fortsetzen können.

Mit Erlaubnis der Oberen Landschaftsbehörde der Bezirksregierung wurde daher ein kontrolliertes Feuer gezündet, um wenigstens Teile der riesigen Kiefernmengen zu verbrennen. Selbst dann war noch viel zu tun. Es blieb das gemeinschaftliche Prozedere von Zersägen, Ziehen, Zerren und Schleppen, um das Feuer zu füttern. Eine richtige Plackerei, aber sinnstiftende Arbeit in Gemeinschaft und Natur entschädigt in vielerlei Hinsicht.

Das Wetter war wunderbar, die Laune der Helfer prächtig. Die vielen mit gekommenen NABU Kinder freuten sich, sie konnten die warmen Temperaturen und die prächtige Natur gut genießen. Äußerst angenehm war die Tatsache, dass das Moor nach den ausgiebigen Regenfällen der letzten Tage nach langer Zeit wieder entsprechend vernässt war und endlich wieder seine unnachahmliche Charakteristik und Naturschönheit ausbreitete.

Text und Fotos: Norbert Osterholt

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