Bei Streusalz ist weniger ist mehr

Bild: NABU-KV Borken e. V.

Jährlich landen in Deutschland ca. eineinhalb Millionen Tonnen Streusalz in die Umwelt und schädigt dort Grundwasser, Pflanzen und Tiere. Das ist auch bei uns im Kreis Borken nicht anders. Der Landesbetrieb Straßen NRW, der Kreis Borken und die einzelnen Städte und Gemeinden rücken aus streuen oft viel zu oft und viel zu viel.

Neben Schäden Korrosionsschäden an Brücken und Fahrzeugen reicht sich das Streusalz auch im Boden an und wird auch in regenreichen Jahren kaum ausgewaschen. So werden die Böden dauerhaft geschädigt und auch das Grundwasser leidet. Hinzu kommt, dass das Salz bei Bäumen und Sträuchern die Aufnahme von Wasser behindert und deren Nährstoffhaushalt verändert. Trotz ausreichender Feuchtigkeit im Boden vertrocknen die Blätter. Kleine Blätter, Braunfärbung der Blattränder und frühzeitiger Laubfall sind Folgen, die man dann im Frühjahr und Sommer sieht. Zudem wird die positive Wirkung der Sauerstoffproduktion unterdrückt. Selbst im Frühjahr wird noch der Rest des Streusalzes aufgebracht. Das Bild vom Kreisverkehr in Rhede zwischen Gronauer Straße, Barloer Straße und Vardingholter Straße ist leider nur ein Beispiel von vielen, wo die aus unserer Sicht völlig überflüssige Streusalzmenge langsam an Straßenbaumen angelagert wird oder und im Regenwasserkanal versickert.