Planungen zum Nordring in Bocholt – Rückfall in die verkehrspolitische Steinzeit

Symbolbild: Planungen zum Nordring in Bocholt: Durch den Verkehr werden Lärm, Abgäse und Feinstäube noch näher an die Menschen gebracht. Foto: NABU/Eric Neuling

Der NABU-Kreisverband Borken und seine Ortsgruppe Bocholt halten die weiteren Planungen zur Realisierung des Nordringes für einen Rückfall in die verkehrspolitische Steinzeit! Einerseits soll Kubaai ein autofreies Quartier werden, was der Klimakommune Bocholt nur angemessen ist. Diese Entwicklung wird vom NABU ausdrücklich unterstützt und für wertvoll erachtet. Andererseits soll durch den Nordring eine weitere schnell zu befahrene Straße gebaut werden, die noch mehr innerstädtisch Fläche versiegelt. Durch den Verkehr werden Lärm, Abgäse und Feinstäube noch näher an die Menschen gebracht. Während in vielen anderen Kommunen das Auto weitgehend aus der Stadt gehalten soll, was zu einer Zunahme der Lebensqualität der dort lebenden Menschen führt, verfolgen einige Ratsfraktionen einen rückwärts gewandten Weg, der die Menschen zusätzlich belastet. Die frei gehaltene Trasse des Nordringes, ist durch die Jahrezehnte ohne nennenswerte Störungen ökologisch mittlerweile so wertvoll geworden, dass sie nicht zugunsten einer unsinnigen Verkehrsplanung aufgegeben und asphaltiert werden darf. Was bleibt kommenden Generationen?

Text: Michael Kempkes (stellvertr. Kreisvorsitzender)

Foto: NABU/H.May