Naturschutz von Unternehmen NABU Borken und SPALECK kooperieren

Gemeinsam wollen die Naturschutzorganisation und das Industrieunternehmen an seinen Standorten in der Stadt Bocholt, Greiz, Borne (NL) und Reșița (RO) Umweltschutzmaßnahmen initiieren und umsetzen. Michael Kempkes, Kreisvorsitzender des NABU (Links) Carsten Sühling, Geschäftsführer der SPALECK Holding (Rechts)

Bocholt/Borken – Der NABU-Kreisverband Borken e.V. hat in dieser Woche eine Kooperation mit dem Bocholter Familienunternehmen SPALECK unterzeichnet. Gemeinsam wollen die Naturschutzorganisation und das Industrieunternehmen an seinen Standorten in der Stadt Bocholt, Greiz, Borne (NL) und Reșița (RO) Umweltschutzmaßnahmen initiieren und umsetzen. Gemeinsames Ziel ist es zudem, sich regional bei Unternehmen und Kommunen für ein nachhaltigeres Wirtschaften einzusetzen. Welche Möglichkeiten für Natur- und Umweltschutz gibt es im eigenen Unternehmen? Wie können die Mitarbeiter*innen dabei einbezogen werden? Und wichtig – wie können auch andere Unternehmen mitgenommen werden?

Antworten auf diese und weitere Fragen sind ein Ziel der beiden Partner. Gemeinsam möchten sie zeigen, dass Ökologie und Ökonomie sich nicht ausschließen, sondern zusammengehören. Dazu müssten Natur- und Umweltschutzthemen auch in Wirtschaftsunternehmen oben auf die Tagesordnung gesetzt werden, mit dem Ziel unseren Wohlstand langfristig für zukünftige Generationen zu erhalten. Carsten Sühling, Geschäftsführer der SPALECK Holding: „Als Industrieunternehmen hinterlassen wir seit vielen Jahren einen großen ökologischen Fußabdruck. Es ist nun Zeit, Dinge zu verändern, um unser aller Lebensgrundlage langfristig zu sichern. Gemeinsam mit möglichst vielen anderen Unternehmen müssen wir die Belange der Umwelt zukünftig besser berücksichtigen und Ressourcen schützen.“ Dabei sieht SPALECK viele Chancen. Sühling weiter: „Als Familienunternehmen in 5. Generation sind wir der Überzeugung, dass dies für unsere unternehmerische Zukunft und unsere Daseinsberechtigung überlebensnotwendig ist. So erwirtschaften wir als Zulieferer und Maschinenbauer schon heute mit grünen, nachhaltigen Produkten einen Großteil unseres Umsatzes und möchten nun auch die Produktion noch umweltfreundlicher machen.“

Gemeinsam starten wollen der NABU Kreisverband und SPALECK mit Umweltschutzmaßnahmen an den Standorten der Unternehmensgruppe. Dach- und Fassadenbegrünungen, Wallhecken für Vögel sowie Insektenhotels, Nistkästen und ökologische Pausenecken sind als erste Maßnahmen im Gespräch.
Michael Kempkes, Kreisvorsitzender des NABU: „Nachhaltige Produkte und Dienstleistungen sind zukünftig ein klarer Wettbewerbsvorteil von Unternehmen. Und auch für die Belegschaft sind Umweltschutzmaßnahmen wichtig, denn sie stärken die Verbundenheit zum Arbeitgeber. Grüne, nachhaltige Standortmaßnahmen sind hier ein prima Einstieg und verbessern nebenbei die Arbeitsbedingungen.“

Dabei sollen auch die Auszubildenden von SPALECK einbezogen werden. Karin Spaleck, verantwortlich für das Personalwesen: „Mit Hilfe des NABU Borken bieten wir unseren ca. 30 kaufmännischen und gewerblichen Auszubildenden zukünftig zwei Natur- und Umwelttage pro Jahr. Hier lernen unsere Azubis regionale Naturschutzprojekte kennen, bekommen Wissen vermittelt und dürfen, dort wo möglich, an Naturschutzmaßnahmen mitwirken. Die Kosten dafür trägt unser Unternehmen.“

Beratend steht der NABU dem Unternehmen auch zur Seite, wie dieses schrittweise seinen ökologischen Fußabdruck verringern kann. Michael Kempkes: „Der Weg hin zur CO2 Neutralität ist eine immense Herausforderung für Unternehmen. Für die Menschheit ist die Erreichung des 2 Grad Zieles des Pariser Klimaabkommens überlebenswichtig. Dies geht nur zusammen mit der Wirtschaft. Hier wollen wir mit Beratung, Wissen und Kontakten einen Teilbeitrag leisten.“

Kempkes und Sühling betonen gemeinsam die Bedeutung, auch andere Unternehmen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu gewinnen. Carsten Sühling: „Wir Unternehmen haben es jetzt noch selbst in der Hand, unsere Zukunftsfähigkeit zu gestalten.“ Kempkes ergänzt: „Dazu müssen wir auch die kommunale Politik und Verwaltung überzeugen.“ Der NABU und SPALECK wollen hierzu in naher Zukunft gemeinsam auf Partner wie Unternehmen, Verbände und Kommunen zugehen und diese zum aktiveren Handeln bewegen.

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